Mosel 2018

Mosel-Tour 2018 – ein besonderes Erlebnis!

Zum zweiten Mal haben die SoziRider eine einwöchige Motorrad-Tour an der Mosel organisiert. Natürlich hat dabei auch der politische Kalender eine Rolle gespielt, denn beim Marx-Jubiläum in Trier wollten wir auch noch vorbeischauen.

Sechs Tage in ein und derselben Region mit Bikern auf Tour zu sein und dabei immer wieder etwas Neues zu entdecken, ist eigentlich eine ziemliche Herausforderung. Wenn man das dann in diesem Gebiet auch noch nach drei Jahren wiederholt, ist allein das schon ein besonderes Gütesiegel. Die Mosel ist eine solche besondere Region. Hier findet man viel Gastlichkeit, herrlichen Straßen, beeindruckende Landschaften und Kurven satt für jeden, der sich daran erfreut.

 

Der Landgasthof „Alte Dorfschänke“ in Kinderbeuern war für unsere Mosel-Tour 2018 ein geradezu idealer Ausgangspukt. Gerade weil er nicht im Flusstal, sondern auf der westlichen oberen Seite liegt, sind von dort aus viele reizvolle Tourenpunkte schnell erreichbar. Denn wir wussten: So schön der Blick im Tal auch ist, die immer gleichen An- und Abfahrten sind dort schon nach wenigen Tagen doch etwas nervig. Das war in Kinderbeuern anders. Auch die Alte Dorfschänke selbst ist für Biker bestens geeignet, denn ihnen geht es in erster Linie um solide Gastlichkeit und um ein motorradfreundliches Umfeld. Wer das sucht, der ist hier am richtigen Platz. Die Zimmer dort sind ordentlich, die Bedienung ist nett und freundlich und auch die Küche lässt keine Wünsche offen. Wichtig für Biker ist besonders die gute Erreichbarkeit des Gasthofs, eine nah gelegene Tankstelle und jede Menge Stellplatz direkt vor dem Haus oder gleich gegenüber. So haben auch jene, die ihr Moped gern auf dem Hänger bis zur Basisstation ziehen, keinerlei Probleme. Sie finden hier ohne Mühe auch dafür einen nahen und sicheren Abstellplatz. Das große Schild „Biker willkommen“, das außen vor dem Gasthof steht, ist deshalb kein billiger Werbegag. Dieses Schild hat sich das Haus wahrlich verdient.

Auch diesmal sollen hier nicht alle Touren im Detail beschrieben werden. Wenn es die Zeit zulässt, werden wir eine Kostprobe davon als Download auf unserer Website einstellen. Hier im Reisebereicht nur so viel: Wir haben auf Tagestouren mit einem Umfang von 200 bis 220 km pro Tag in allen Himmelsrichtungen tolle Landschaften erlebt und immer wieder Neues entdecken können.

Zwei Touren brauchten wir für den Hunsrück und konnten dabei viele schöne Nebenstraßen finden. Sie sind alle in einem Top-Zustand, haben besten Gripp und führten uns immer wieder hinab zur Mosel und auch zum Rhein. Selbst das Saarland kann so mühelos mit unter die Räder genommen werden. Natürlich durfte in diesen ersten beiden Tagen auch die alte, ewig junge Dame vom Rhein, die Loreley, nicht fehlen. Unser Tipp: Man muss nicht unbedingt mit der Fähre übersetzen und bis hoch auf den Felsen fahren. Lenkt die Bikes lieber zum Loreleyblick Maria Ruh auf der westlichen, gegenüberliegenden Rheinseite. Ihr spart euch so nicht nur die doppelte Überfahrt. Ihr findet dort hoch oben auch ein schönes Café mit Biergarten und freundlicher Bedienung und vor allem einen einmaligen Blick auf den berühmten Felsen und die darunter liegende Rheinschleife.

Mehrere Tourentage haben wir dann in der schönen Eifel verbracht. Natürlich ist der Nürburgring dabei ein Muss. Wir empfehlen dafür aber eher die ruhigen Tage. Man erspart sich so die vielen kleinen „Niki Laudas“, denen man sonst dort auf den Straßen kaum entgehen kann. Aber das mag jeder so halten, wie er es will. Die Eifel-Touren können nach Herzenslust auch erweitert werden. Sie haben uns sogar bis nach Luxemburg geführt. Dort sollte man unbedingt die Räder in das Müllerthal lenken und von da aus bis nach Echternach fahren. Man findet herrliche Tourenstraßen in einer imposanten Felsenlandschaft.

Dann allerdings mussten wir einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegen. Ein Motorrad unserer Gruppe, eine Harley, zeigte am Hinterrad ein immer schwammigeres Fahrverhalten. Es war klar: Ohne Werkstatt geht es nicht weiter und das am Freitag kurz vor drei. Die erste Nachfrage unseres „Bikers in Not“ ging natürlich an die nächstgelegene Harley-Werkstatt. Pustekuchen – dort will man gern Harleys verkaufen, an Nothilfe hat man aber kein Interesse. Unsere Retter waren dann die HSI Custom Bikes in Irrel an der Luxemburger Grenze. Dort in der Talstraße 11 gibt es eine tolle Werkstatt mit professionellen Schraubern, die selbst am Freitagnachmittag noch alles möglich machen, um den Biker wieder flott zu kriegen. Und das war in unserem Fall, wo eine passende Hinterradbuchse für einen fetten Harley-Schlappen neu gedreht werde musste, schon ein echtes Stückchen Schrauberkunst. Wir danken hier noch einmal dem gesamten Team der Custom Bikes aus Irrel. Und Leute: Seid ihr in der Gegend und habt ein Problem mit eurem Moped, dann verzweifel nicht. Rollt zu den Custom Bikes nach Irrel – dort seid ihr in den besten Händen! (www.hsi-custombikes.de)

Am letzten Tourentag haben wir unsere Bikes noch einmal in Richtung Trier gelenkt. Rund 20 km südlich davon liegt das malerische Saarburg, das man in seine Touren unbedingt einbauen sollte. Über dem Markt gibt es einen ausgeschilderten Motorradparkplatz. Dann sind es nur noch wenige Schritte bis zum Wasserfall der Leuk, der sich mitten in der Stadt in die Tiefe stürzt und unbedingt besucht werden sollte. Viele Cafés laden dort auch zum längeren Verweilen ein.

Zum Schluss gibt’s noch unser „Sternchen“ und die „Zitrone“ – einen positiven und einen negativen Tipp für alle Biker, die beide natürlich nur unsere persönlichen Eindrücke wiedergeben. Ein „Sternchen“ hat das Eiscafé Rizzardini in Morbach verdient. Wir haben dort das leckerste Pistazieneis gefunden – das ist allemal einen Zwischenstopp wert. Die „Zitrone“ geht diesmal an die „KostBar am See“, genauer gesagt am Bostalsee im Saarland. Dieses Café und Restaurant sollten Biker besser meiden. Sie werden dort sonst, trotz freier Plätze, nur im Außenbereich geduldet. Wir meinen: Das sollte bei Tourenstopps unbedingt berücksichtigt werden und hat unsere „Zitrone“ wirklich verdient.

Am Ende unserer sechstägigen Tour kann nur ein positives Fazit gezogen werden. Mit bis zu acht Maschinen haben wir zum zweiten Mal alles rund um die Mosel erkundet und dabei zirka 1.300 km hinter uns gebracht. Es war eine starke Truppe und eine tolle Zeit. Rund um die Mosel findet man nicht nur eine der schönsten Regionen in unserem Land. Sie ist auch ein Biker-Paradies und immer eine Reise wert!

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